K067 Sonate

english K067 Sonata

K67 Sonata

for Two Pianos – Sonate pour deux pianos – Sonate für zwei Klaviere – Sonata per due pianoforti – Соната дла двух фортепиано

Aufbau: Die Sonate ist dreisätzig; ausgenommen der zweite Satz (Largo), der mit >Theme / with Variations< überschrieben ist und aus drei Variationen mit einer als conclusion bezeichneten vierten besteht, tragen die Sätze weder Überschriften noch Satznummern, wohl aber metronombestimmte italienische Tempobezeichnungen (Erster Satz: Moderato; Zweiter Satz: Largo; Dritter Satz: Allegretto).

Aufriss

[I.]

Moderato Viertel = 62 (94 Takte)

[II.]

Theme / with Variations

Largo Halbe = 40 (16 Takte = Takt 1-16)

VARIATION 1

Viertel = 54 (18 Takte = Takt 17-34)

VARIATION 2

Achtel = 126 (42 Takte = Takt 35-76)

VARIATION 3

Viertel = 88 (36 Takte = Takt 77-112)

VARIATION 4 / conclusion

Halbe = 40 (8 Takte = Takt 113-120)

[III.]

Allegretto Viertel = 80 (19 Takte = Takt 1-19)

Poco più mosso Viertel = 92 (24 Takte = Takt 20-43)

Tempo Io (12 Takte = Takt 44-55)

Korrekturen / Errata

Ausgabe 67-1

1.) S. 5 / 1. System / 3. Takt / Klavier I (1. Satz, Takt 43): Die dritte, vierte und fünfte Note in der rechten Hand sind als Sechzehntel, nicht als Zweiunddreißigstel zu lesen.

2.) S. 7 / 3. System / 1. Takt / Klavier I (1. Satz, Takt 71): Die 2. Note in der linken Hand muss c, nicht a heißen.

3.) S. 13 / 2. System / 2. Takt / Klavier II (2. Satz, 2. Variation, Takt 5): Die Note der linken Hand muss h, nicht a heißen.

4.) S. 14 / 3. System / 2. Takt / Klavier II (2. Satz, 2. Variation, Takt 24): Die Note der linken Hand muss Fis, nicht D heißen.

5.) S. 18 / letzter Takt / Klavier II (2. Satz, 3. Variation, Takt 32): Die 3. Note in der rechten Hand muss d, nicht e heißen.

6.) S. 21 / 1. System / 1. Takt / Klavier I (3. Satz, Takt 10): Die achte Sechzehntelnote in der linken Hand muss f1, nicht a1 heißen.

7.) S. 21 / 2. System / 2. Takt / Klavier II (3. Satz, Takt 10): Die obere Note in der rechten Hand im vorletzten Akkord muss g2, nicht f2 heißen.

Stil: Die Sonate für zwei Klaviere bildet Strawinskys durchsichtigstes, melodischstes und weichstes Klavierstück. Die hochkomplizierte technische Arbeit verbirgt sich hinter einer konstruktiven Klanglichkeit, die alle pianistischen Kunstgriffe, vor allem das Oktavenspiel, als Klangbildungsmittel heranzieht, ohne dass diese zum Selbstzweck werden. Die Melodik ist kantabel-gefällig und als solche mit den frühen russischen Melodien vergleichbar, teilweise, wie im Thema des Variationensatzes, barock-erhaben. Trotz trockener Pedaltechnik ist der durchgehende Martellato-Ton des mittleren Strawinsky ebenso wie die Motorik der Neuen Sachlichkeit einem vergeistigten Instrumentalspiel gewichen, dessen Intensität ausschließlich durch motivische Arbeit und nicht durch Volumen oder Virtuosität ausgedrückt wird. Die Sonate ist ein leises, streckenweise stilles Stück und bedarf in ihrer keineswegs unvergnügten Verhaltenheit einer besonderen Übereinstimmung zwischen Interpret und Hörer. Anders als beim Concerto per due Pianoforti Soli stehen ihrer Verbreitung keine besonderen klavieristisch-technischen Hindernisse entgegen, sofern die beiden Spieler in der Lage sind, die Durchsichtigkeit der Stimmen-Konstruktion und die fein abgestufte Klanglichkeit aus einfacher, kontrapunktischer oder oktavverdoppelter Stimmführung hörbar zu machen. Die Sonate für zwei Klaviere stellt nicht auf ein konzertierendes Spiel zwischen zwei Klavieren ab, sondern ist bis in den Variationensatz hinein als streckenweise kontrapunktisch gedachte Vierlinien-Konstruktion entworfen. Deshalb gibt es keine Kadenzen, keine Solotakte für das eine oder andere Instrument, aber auch keine Tuttitakte mit identischen Noten im ersten und zweiten Klavier, nicht einmal im Schlussakkord. Die scheinbare Leichtigkeit der komplizierten Sinneinheiten täuscht gegebenenfalls über eine geradezu ausgeklügelte Montage hinweg, die eine kleine Keimzelle durch immer weiter ausgreifende Vervielfältigung in eine Großform bringt und die sich einer verkürzenden Darstellung entzieht. Das war vermutlich auch der Grund für Strawinskys Weigerung, auf Fragen nach der Sonate analytische Probleme ins Spiel zu bringen. Ursprünglich als zweihändiges Stück entworfen, wurde sie für vier Hände umgeschrieben, weil Strawinsky der Meinung war, anders nicht die durchgehende Vierstimmigkeit des Satzes deutlich genug offenlegen zu können. Die Sonate teilt den beiden Klavieren zwei getrennte Ambitus-Klangfelder mit nur geringfügigen Überschneidungen zu, dem ersten Klavier die Diskantregion, dem zweiten die Bassregion, arbeitet also mit den Mitteln der vierhändigen Komposition an zwei Instrumenten, was maßgeblich mit ein Grund für die beinahe gläserne Durchsichtigkeit dieser Komposition ist, die weniger ein Stück für zwei Klaviere als ein Stück für eine Klavierklangfläche bildet, die sich zwei Spieler revierartig aufgeteilt haben. –

Die Dreiteiligkeit des einleitenden Moderato-Satzes ist nur scheinbar, die Sonaten-Dreiteiligkeit vordergründig. Formtypologisch reicht der erste Komplex bis Takt 16, der zweite von Takt 17 bis Takt 32. Das wäre dann die Exposition im alten klassischen Sinne. Der dritte Komplex mit den Takten 33 bis 52 wäre als Durchführung anzusprechen, wenn ein Stück, das überall Durchführung ist, überhaupt einen eigenen Durchführungsteil bilden könnte. Dass Strawinsky dennoch Sonatenformierungen im Auge hat, zeigt die terztransponierte Wiederholung des ersten Komplexes in den Takten 53 bis 72, der verkürzte zweite Komplex in den Takten 73 bis 87 und die kleine Koda der Takte 88 bis zum Schluss, wobei nach der für Strawinsky typischen Methode, Montageanschlüsse ineinander zu stauchen, der Takt 87 ebenso als Ende des zweiten Komplexes wie als Beginn der Koda definiert werden kann. Allein über die zentral stehenden vier Takte 17 bis 20 nur des ersten Klaviers, herkömmlich Kern des zweiten Affektes, ließe sich eine seitenlange analytische Abhandlung schreiben. Die 4 Montageglieder der ersten beiden Takte sind so gearbeitet, dass sie in den 4 Montagegliedern der letzten beiden Takte eine gestaltvariative Gegenbewegung bilden können, bei der sogar die Anfangs- und Endtöne sinngemäß vertauschbar werden, die Rhythmen gegeneinander laufen, der Linienzug funktionell abwechselt, die Binnentöne durch Permutation von Gliedteilen innerhalb eines Sextgangs entstehen und der Bass dazu komplementär geführt wird. Die Zweiteiligkeit der von der Mitte her zu verstehenden Figur wird unentwegt proportional erweitert und kann bei einer durchgängigen Berechnung nach der Metronomangabe Viertel = 63 in Taktschläge umgezählt werden und ergibt dann ein Proportionsschema von 8 Einheiten für das „Thema", von 16 Einheiten für Thema und Weiterführung, von 32 Einheiten für deren Wiederholung, von 65,5 Einheiten für die „Exposition", von 131 Einheiten für Exposition + Wiederholung, und von 253 Einheiten für Exposition + Wiederholung und Durchführung + Reprise. Der Satz ist also zweiteilig, sofern die Wiederholung der Exposition eingerechnet wird. White hielt die Wiederholung für unwichtig; Strawinsky legte bei den Korrekturen größten Wert auf die Einzeichnung des vergessenen Wiederholungszeichens. Der Grund ist ersichtlich. Erst die Wiederholung führt das konstruktive Gleichgewicht herbei. –

Der folgende Variationensatz arbeitet bereits bei der Themenbildung mit den kontrapunktischen Mitteln der Augmentation und der Inversion, so dass die zweiteilige Themavorstellung selbst schon ein Durchführungsobjekt ist. Die vier Variationen bilden dazu vier Beleuchtungen. Die erste Variation zieht das Thema über einer Ostinato-Bewegung des zweiten Klaviers harmonisch zusammen und bildet kleine fließende Achtelkombinationsglieder. Die zweite Variation verlagert die fließenden Achtel aus dem ersten Klavier in das zweite Klavier und verändert die Fließbewegung durch Punktierungen in eine nach und nach immer härtere Stoßbewegung, während das erste Klavier darüber einen harmonisch filigranen Klangschleier aus Zweiunddreißigsteln legt. Die dritte Variation beginnt zweistimmig wie eine Invention, wird drei- und schließlich als Fughetta vierstimmig. Die vierte Variation mit ihren nur 8 Takten gegenüber der doppelt so umfangreichen Themenvorstellung kontrastiert die Themenwiederholung im zweiten Klavier mit Akkordkombinationen im ersten Klavier, wobei die Akkorde aus Umkehrungen und Spiegelungen des Themas zusammengesetzt sind. – Der letzte und gleichzeitig mit Abstand kürzeste Satz der Sonate ist ein dreiteiliges scherzoartiges Gebilde, in dem zwei Motivkomplexe unentwegt gegeneinander gespielt werden. Der eine Komplex polarisiert nach G, der andere nach C. Das führt zu einer seltsamen Schwebung. Die motivbildenden Zentraltöne hat Strawinsky nach seiner Weise mit Betonungszeichen versehen, und es scheint so, als ob beim Druck einige davon vergessen worden sind. Das Mittelstück zieht die Motive akkordisch zusammen, vermindert den Ambitus vor allem der Begleitfiguren und ist motivisch vom Anfangsteil abhängig. Der Schlussteil besteht aus dem zweiteilig verkürzt zusammengezogenen Anfangsteil. –

In die Sonate sind 4 russische Volkslieder aus einer Sammlung russischer Balladen und Volkslieder eingearbeitet, die 1886 von Jurgenson in Moskau veröffentlicht wurde. Strawinsky entdeckte die Ausgabe 1942 in einem Musikgeschäft in Los Angeles und benutzte die Lieder Nr. 4, 9, 16 und 46.

Widmung: keine Widmung bekannt.

Dauer: etwa 3' 53"+ 4' 29" + 1' 33".

Entstehungszeit: Die Sonate wurde vor den Ballett-Szenen entworfen und nach ihnen beendet. Die einzigen verlässlichen Daten sind bislang die Skizzen. Aus ihnen lässt sich auf eine Entstehungszeit spätestens seit dem 12. August 1943 mit besonderen Arbeitstagen am 9. und 10. September und im Oktober desselben Jahres rückschließen, desgleichen, dass die Sonate gänzlich in Hollywood komponiert wurde. Eine Reinschrift datiert nach Ende Satz III S. 8 mit Sept. 43; nach Ende Satz I S. 15 mit Oct. 43; das Copyright 1944 ist auf Strawinsky eingetragen, die Sätze sind noch römisch numeriert. Am 25. Mai 1944 erhielt der Verlag Associated Music Publishers die Kopie des Manuskriptes für den Druck, der kurz nach dem 12. Juni begann. Das Erscheinungsdatum wurde vom Verlag mit 20. Februar 1945 registriert.

Uraufführung: 2. August 1944 im Edgewood College of the Dominican Sisters in Madison, Wisconsin, U.S.A., durch Nadia Boulanger und Richard Johnston.

Bemerkungen: Die Uraufführung im von katholischen Dominikanerinnen geleiteten Edgewood College zu Madison (2. August 1944; dieses Datum wurde durch Robert Craft geklärt) sorgte im Vorfeld für mancherlei Schriftsätze. Im Januar 1944 hatte sich Strawinsky dort zu Vorträgen aufgehalten. Eine der unterrichtenden und Strawinsky offensichtlich wohlgesinnten Nonnen war die Boulanger-Schülerin Schwester Edward, von deren Wirken er spätestens im Sommer 1941 aus einem Brief Boulangers erfahren hatte. Er ließ ihr denn auch mit seinem Antwortbrief vom 12. Juni 1941 über Boulanger seinen Dank abstatten. So kam die Verbindung zustande. Der Verlag wollte die Uraufführung werbewirksam herausstellen, wurde daran aber von Strawinsky gehindert. Strawinsky sah sich genötigt, Hugo Winter mit Schreiben vom 4. Juni 1944 mitzuteilen, dass, abgesehen von den generellen Schwierigkeiten, einen Uraufführungstermin zu reservieren, er nach der Fertigstellung der Sonate zu viele Kopien gefertigt und zum selben Zeitpunkt wie an den Verlag, also zwei Monate zuvor, an verschiedene Musiker verschickt und so viele freundliche Briefe darüber empfangen habe, um sich jetzt noch in der Lage zu sehen, die Unberührtheit der Sonate für eine Aufführung im folgenden Jahr zu garantieren. Er bedauerte, dass der Verlag das nicht vorhergesehen habe und nicht gleich nach Empfang der Sonate im April tätig geworden sei. Darüber hinaus wies er noch auf das Versäumnis hin, das Stück bislang nicht in Washington fürs Copyright angemeldet zu haben. Offensichtlich wollte Strawinsky die Sonate nur bekannt gemacht wissen und war an eigenen Auftritten nicht so recht interessiert. Seine Absicht war, den Verlag von Aufführungsreservierungen abzubringen, und sei es auch nur dadurch, dass auf den verschickten Kopien das Copyright fehlte. Strawinsky hat das Stück selbst nur ein einziges Mal öffentlich gespielt. Das war anlässlich eines Konzertes zusammen mit Nadja Boulanger als Partner im Mills College. Das Datum dieses Auftritts hat Strawinsky nicht genannt.

Korrekturen: Die in der Korrektur des Manuskriptes stehen gebliebenen Fehler wurden vom Verlag vor Drucklegung beseitigt. Dazu gehörte vor allem das von Strawinsky vergessene Wiederholungszeichen für den ersten Abschnitt bei Takt 32, auf das er größten Wert legte, vermutlich, weil nur durch die Wiederholung der Exposition aus einer sich scheinbar dreiteilig entwickelnden Sonate ein zweiteiliges statisches und in der Binnengliederung sekundengenau übereinstimmendes Formbild gemacht wurde. Für die 2. Variation wünschte Strawinsky laut Schreiben vom 13. Dezember 1944 an Arthur Mendel eine Metronomisierung Achtel = 125. Auf der Mälzelschen Metronom-Skala gibt es aber die Zahl 125 nicht. Im Druck erscheint denn auch die diesem Wert nächstliegende Zahl 126.

Bedeutung: Die Sonate für zwei Klaviere bildet ein erstes Zeugnis für Strawinskys Altersstil sowie für den zunächst beruhigenden Einfluss der amerikanischen Zeit. Ungeachtet ihrer kompositorischen Dichte, die schon auf die seriellen Kompositionen vorverweist, ist die Wertschätzung der Sonate auch bei Fachleuten nicht sehr groß. Einig sind sich die meisten seriösen Autoren über die starke Affinität der Melodik zur russischen Diktion, in der sie eine Art künstlerisches Heimweh erblicken. Dazu findet sich insbesondere in der russischen Strawinsky-Literatur die These, der in der Sonata for two Pianos augenscheinlich werdende glättende Einfluss des amerikanischen Stils habe Strawinsky zusätzlich seiner vitalen Eigenart beraubt.

Fassungen: Der Vertrag zwischen Strawinsky und Associated Music Publishers wurde am 11. September 1944 unterzeichnet. Die Auflage des Erstdrucks vom Februar 1945 betrug 511 Stück. Davon setzte man bis zum 31. Oktober 1945 355 Exemplare ab und gab weitere 104 Exemplare frei aus, so dass eine Neuauflage nötig wurde, die man doppelt so hoch (1022) wie die Erstauflage ansetzte und von der sofort 582 Exemplare weggingen. Zwischen dem 1. Juli und dem 16. Dezember 1946 verkaufte man weitere 450 Stück, dann scheint der Markt zunächst gesättigt gewesen zu sein; jedenfalls gingen die Verkaufszahlen erheblich zurück. Zwischen Januar 1948 und Juni 1950 sind offensichtlich nur 70 Verkäufe ermittelbar. Am 21. September 1950 trat Chappell in den Vertrag ein, und die Verkaufszahlen erhöhten sich wieder. Man verkaufte im zweiten Halbjahr 1950 301 und im zweiten Halbjahr 1952 151 Exemplare. Mit dem Jahr 1953 ging die Sonate in den Besitz des Schott-Verlages über, der unter der Editions-Nummer 4015 mit anderer Aufmachung, anderem Quart-Format (22 x 30,5) und neuer Platten-Nummer (B·S·S 38482) zu Lebzeiten Strawinskys 6 Auflagen in einer Höhe von jeweils 600 Exemplaren herstellte. Die Druckaufträge wurden am 8. April 1953, 4. Juni 1957, 3. Juli 1961, 5. Oktober 1964, 6. Dezember 1967 und 18. Juni 1970 erteilt. Nach dem Ableben Strawinskys kam es bis zum Jahrhundert-Ende zu weiteren 6 Druckaufträgen (10. 3. 1972 und 20. 2. 1974 je 600 Stück, 19. 11. 1976 800 Stück, mit neuem Umschlag 21. 6. 1983 und 22. 10. 1987 je 600 Stück und 19. Mai 1994 mit Auftrag für 400 Stück 420 + 6 Stück).

Historische Aufnahme: nicht nachgewiesen.

CD-Edition: VII-2/15-17.

Autograph: offensichtlich nicht bekannt.

Copyright: 1945 durch Chappell & Co. in New York.

Ausgaben

a) Übersicht

67-1 1945 Associated Music Publishers New York; 24 S.; A C 194423.

    67-1Straw ibd. [mit Eintragungen].

67-1Err (1945).

67-2 1945; Chappell Paris / Associated Music Publishers New York; 24 S.; 37931.

67-3 [1950]; Chappell Paris / Associated Music Publishers New York; 24 S.; C. S. A. 2907.

67-4 [1953]; Schott Mainz; 24 S.; B·S·S 38482, 4015.

67-4[57] [1957] ibd.

67-5Alb 1969; Œuvres pour Piano II / Editions Musique Moscou; 6089.

b) Identifikationsmerkmale

67-1 IGOR STRAVINSKY / SONATA / FOR TWO PIANOS / [Vignette] / Price (2 copies)* $2.50 / ASSOCIATED MUSIC PUBLISHERS INC. · NEW YORK / Printed in U. S. A. // (Klavierausgabe klammergeheftet 23 x 30,4 (4° [4°]) mit eingelegtem zweitem Exemplar; 24 [24] Seiten + 4 Seiten Umschlag steifes Papier tomatenrot auf grau [Außentitelei mit Verlagsvignette 5,2 x 5,8 lyragekrönter Frauenkopf mittig auf vorhanggeöffneter Bühne mit Blick zum Betrachter, 2 Leerseiten, Leerseite mit mittenzentrierter Verlagsvignette 2 x 2,5 >AMP-Music<**] ohne Vor- und ohne Nachspann; Kopftitel >SONATA / for Two Pianos<; Autorenangabe 1. Notentextseite paginiert S. 1 unterhalb Kopftitel rechtsbündig zentriert >Igor Stravinsky / (1943-44)<; Rechtsschutzvorbehalte 1. Notentextseite unterhalb Notenspiegel mittig >Copyright, 1945, by Chappell & Co., Inc., New York. / Sole Selling Agents: / For the Western Hemisphere: Associated Music Publishers, Inc., New York / Elsewhere: Chappell & Co. Ltd., London, W. 1. & Sydney.<; Platten-Nummer >A C 194423<; Herstellungshinweis 1. Notentextseite unterhalb Notenspiegel rechtsbündig >Printed in U.S.A.<; ohne Ende-Vermerk) // (1945)

* Distanzpunkte.

** das Wort >Music< steht gegen den Buchstaben >P< unterhalb des Bauches senkrecht und hat als Silbe dieselbe Punktgröße wie der halbe Einzelbuchstabe.

67-1Straw

Strawinskys Exemplar ist auf dem Außentitel unterhalb Haupttitel bis neben Untertitel rechtsbündig gezeichnet, datiert und kommentiert >IStr / NY Febr 1945 / with some / corrections<. Auf der 1. Umschlagseite hat er von Hand mit Bleistift Errata eingetragen. Der Fehler von S. 7 ( see Nr. 2) ist nicht aufgeführt. Dafür ist ein neuer Fehler auf S. 24 korrigiert, der Strawinsky im bereinigten Exemplar entgangen ist [ S. 24, 3. System, 2. Takt, Klavier I, rechte Hand: die 1. untere Achtel-Note im Zweitonakkord ist e2 statt es2 zu lesen. Das Auflösungszeichen vor der unteren Note des letzten Taktakkordes ist zu entfernen (die Note wird durch das erste Auflösungszeichen bestimmt)].

67-1Err

ERRATA / [Fehlerliste] / ASSOCIATED MUSIC PUBLISHERS, INC. • NEW YORK // (1 Blatt 21,5 x 28 ([Lex. 8°]) // (1945)

67-2 IGOR STRAVINSKY / SONATA / FOR TWO PIANOS / [Vignette] / PRICE (TWO COPIES) 12/-/ CHAPPELL / [°] / ASSOCIATED MUSIC PUBLISHERS INC., NEW YORK / [gekastet] 1758 [#] MADE IN ENGLAND // (Klavierausgabe [nachgebunden] 21,9 x 28 (4° [Lex. 8°] ) mit eingelegtem zweitem Exemplar; 24 [24] Seiten + 4 Seiten Umschlag dünner Karton dunkelrötlichbraun auf mittelorange [Außentitelei mit Verlagsvignette 4,3 x 3,2 aufgeklappter Flügel mit schräg von unten nach oben über das Instrument verlaufendem Verlags-Namen CHAPPELL, 2 Leerseiten, Seite mit verlagseigener Werbung >COMPOSITIONS BY ARNOLD BAX< Stand >LB 171<] ohne Vor- und ohne Nachspann; Kopftitel >SONATA / for Two Pianos<; Autorenangabe 1. Notentextseite paginiert S. 1 unterhalb Kopftitel rechtsbündig zentriert >Igor Stravinsky / (1943-44)<; Rechtsschutzvorbehalte 1. Notentextseite unterhalb Notenspiegel linksbündig >Copyright MCMXLV by Chappell & C o , Inc., New York. / Sole Selling Agents:- / For the Western Hemisphere: Associated Music Publishers, Inc., New York. / Elsewhere: Chappell & C oLtd., 50, New Bond Street, London, W. 1. & Sydney.<; Herstellungshinweis 1. Notentextseite unterhalb Platten-Nummer rechtsbündig >PRINTED IN ENGLAND>; Platten-Nummer >37931<; Verlagsnennung jeweils unter Notenspiegel rechtsbündig >Chappell<; ohne Ende-Vermerk) // (1945)

° Trennstrich 2,2 cm waagerecht.

67-2Straw

Strawinskys Exemplar besteht nur aus dem Notentext und ist schräg links vom Kopftitel mit >This is a / corrected copy< beschriftet. Es enthält keine handschriftlichen Einträge.

67-3 IGOR STRAVINSKY / SONATE° / POUR DEUX PIANOS / CHAPPELL / PARIS / ASSOCIATED MUSIC PUBLISHERS INC. NEW-YORK // (Ausgabe klammergeheftet 22,2 x 27,8 (4° [Lex. 8°]) mit eingelegtem klammergehefteten zweitem Exemplar; 24 [24] Seiten + 4 Seiten Umschlag dunkelrotbraun auf mittelorange [Außentitelei, 2 Leerseiten, Seite mit verlagseigener Werbung >Igor Strawinsky<* ohne Stand] ohne Vor- und ohne Nachspann; Kopftitel >SONATA / for Two Pianos<; Autorenangabe 1. Notentextseite unpaginiert [S. 1] unterhalb Kopftitel rechtsbündig zentriert >Igor Stravinsky / (1943-44)<; Rechtsschutzvorbehalt 1. Notentextseite unterhalb Notenspiegel linksbündig >Copyright MCMXLV by Chappell & C o , Inc., New York. / Sole Selling Agents:- / For the Western Hemisphere: Associated Music Publishers, Inc., New York. / Elsewhere: Chappell & C o Ltd., 50, New Bond Street, London, W. 1. & Sydney. / CHAPPELL S. A., 86 Bd. Haussmann, Paris (8°) / Pour le Continent Européen< rechtsbündig kursiv > Tous droits réservés<; Herstellungshinweis 1. Notentextseite unterhalb Rechtsschutzvermerk rechtsbündig kursiv > Imprimé en France<; Platten-Nummer [nur] 1. Notentextseite unterhalb Herstellungshinweis rechtsbündig >C. S. A. 2907<°°; Verlagsnennung paginierte Seiten 2-24 unterhalb Notenspiegel rechtsbündig >Chappell<; ohne Endevermerk S. 24) // [1945]

° Zierschrift (Buchstaben mit Hohlschriftanteil).

°° D ie Platten-Nummer erscheint in einer Art von Schreibmaschinen-Fremddruck.

* Angezeigt werden mittig zentriert >SONATE / POUR DEUX PIANOS / SCENES DE BALLET / PARTITION DE POCHE / Orchestre (en location)/ SCHERZO A LA RUSSE / SYMPHONIC VERSION / PARTITION DE POCHE / Orchestre (en location)/ CHAPPELL / S. A. / 86, Bd. HAUSSMANN / PARIS<. Die im Werbeteil abweichende Namensschreibung ist original.

67-4[57] STRAWINSKY / Sonate / für 2 Klaviere zu vier Händen / pour deux Pianos [#] for two Pianos / [Vignette] / EDITION SCHOTT / 4015 // IGOR STRAWINSKY / Sonata / for two Pianos / [asterisk] / Edition Schott 4015 / B. SCHOTT'S SÖHNE · MAINZ / Schott & Co. Ltd., London · B. Schott's Söhne (Editions Max Eschig), Paris / Schott Music Corp. (Associated Music Publishers Inc.), New York / Printed in Germany // (Edition [ bibliothekseingebunden ] 23 x 30,2 (4°); 24 [24] pages + 4 cover pages black on grey gemasert [front cover title with publisher’s emblem orange oval 2,7 x 3,5 Mainzer Rad im Spiegel with belowseits beidseitig umlaufender Schrift >PER MARE< [#] >ET TERRAS , 2 empty pages, page with publisher’s advertisements >ZEITGENÖSSISCHE KLAVIERMUSIK<* production data >8<] + 2 pages front matter [title page, empty page] + 2 pages back matter [empty page, page with publisher’s advertisements > Originalwerke für/ ZWEI KLAVIERE ZU VIER HÄNDEN<** production data >196<]; title head >SONATA / for Two Pianos<; author specified 1. page of the score unpaginated [S. 1] below title head flush right centred >Igor Stravinsky / (1943-44)<; legal reservation 1. page of the score below type area >Copyright 1945 by Associated Music Publishers, Inc., New York / Copyright Owners: / For the Western Hemisphere and Israel: Assoc. Music Publ., Inc., New York / Elsewhere: Schott & Co. Ltd., London; plate number >B·S·S 38482<; production indication p. 24 flush right as end mark >Verlag von B. Schott's Söhne in Mainz<) // [1957]

* Angezeigt werden mit Editionsnummern nach Distanzpunkten zweispaltig Kompositionen von >HENK BADINGS< bis >BERND ALOIS ZIMMERMANN<, an Strawinsky-Werken >IGOR STRAWINSKY / Der Feuervogel: / Berceuse° 2547 / Ronde des Princesses° 2548 / Danse infernale, Berceuse et Finale (Agosti)° 2378 / Circus-Polka° 4282 / Tango° 4917< [° Distanzpunkte].

** Angezeigt werden im Kastenrahmen ohne Editionsnummern zweispaltig Kompositionen von >GEORGES AURIC< bis >BERND ALOIS ZIMMERMANN<, an Strawinsky-Werken >STRAWINSKY / Concerto per due pianoforti soli / Sonate<. Als Niederlassung ist nur Mainz angegeben.

67-5Alb Stravinsky* / И. СТРАВИНСКИЙ // IGOR STRAVINSKY / ŒUVRES POUR PIANO / VOLUME / II / EDITIONS MUSIQUE MOSCOU · 1969 // ИГОРЬ СТРАВИНСКИЙ / СОЧИНЕНИЯ ДЛЯ ФОРТЕПИАНО / ТОМ / II / ИЗДАТЕЛЬСТВО МУЗЫКА · МОСКВА · 1969 // [Rьckendeckel] ИГОРЬ СТРАВИНСКИЙ 2° СОЧИНЕНИЯ ДЛЯ ФОРТЕПИАНО // (Album 1,7 x 21,7 [22,6] x 28,9 [29,5] ([Lex. 8°]); 212 [212] Seiten + 4 Seiten Einband Kunstleder [Außentitelei cremeweiß auf schwarz, 2 Leerseiten rot, Leerseite schwarz mit Preisangabe cremeweiß seitenoberhalb linksbündig >3 р. 51 к.< + Vignette mittenzentriert 1,4 x 1,6 gekastet Initiale >M< mit stilisierter Violinschlüsselform cremeweiß] + 6 Seiten Vorspann [Leerseite rot, Leerseite weiß, Leerseite mit Vignette mittenzentriert 1,4 x 1,6 gekastet Initiale >M< mit stilisierter Violinschlüsselform, Innentitelei französisch, Innentitelei russisch, Herausgeberangabe russisch >Составлние и редакция / А. КОНДРАТЬЕВА и К. СОРОКИНА< französisch >Complétés et rédigés par / A. KONDRATJEV et K. SOROKINE<] + 6 Seiten Nachspann [Anmerkungsseite >ПРИМЕЧАНИЯ< mit Hinweisen auf Werkentstehungsjahre und Widmungen russisch, Leerseite, Inhaltsverzeichnis >СОДЕРЖАНИЕ< russisch, Impressum russisch >Индекс 9-4-4< mit Namensnennungen >Редактор А. Бакулов/ Художник В. Антипов/ Худож, редактор А. Головкина/ Техн. редактор С. Белоглазова< und aufgeschlüselten Format- und Herstellungsangaben, Leerseite, Leerseite rot]; Nachdruck S. 174-181 (I), 182-190 (II / Тема с вариациями [#] Thème avec variations), 191-195 (III); Kopftitel russisch-französisch >СОНАТА [#] SONATA / дла двух фортепиано [#] pour deux pianos<; unpunktiert römisch numerierte Satzangaben mit (Satz II) russisch-französischer Satzüberschrift; Platten-Nummer 6089; Bogenkennzeichnungen unterhalb Notenspiegel linksbündig S. 2 >2 Стравинский, фортепиано Т. II<, S. 29, 45, 61, 77, 93, 109°°, 125, 141, 157, 173, 189, 193, 201 >3 Стравинский, фортепиано Т. II< fortlaufend bis >15 Стравинский, фортепиано Т. II<; auf den Notentextseiten ohne Autorenangabe, ohne Rechtsschutzvorbehalte, ohne Originalverlegernennung, ohne Endevermerke) // 1969

° senkrecht zum Text stehend.

°° Bogenkennzeichnung >9< statt >8< original, die Markierung mit >9< auf S. 125 zählt numerisch richtig weiter.

* stilisierter Namenszug im Prägeverfahren erhaben grauschwarz auf schwarz mit seitengroßem Anfangsbuchstaben.


K Cat­a­log: Anno­tated Cat­a­log of Works and Work Edi­tions of Igor Straw­in­sky till 1971, revised version 2014 and ongoing, by Hel­mut Kirch­meyer.
© Hel­mut Kirch­meyer. All rights reserved.
https://kcatalog.org and https://kcatalog.net

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